Wagrain liegt im Salzburger Pongau, rund 55 Kilometer südlich der Landeshauptstadt und etwa acht Kilometer östlich von St. Johann. Die Gemeinde erstreckt sich über eine abwechslungsreiche Landschaft mit einer markanten Wasserscheide im Ortsteil Schwaighof, wo sich die Einzugsgebiete von Salzach und Enns trennen. Der höchste Punkt der Gemeinde erreicht auf der Gabel im Süden 2037 Meter über dem Meer.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem 13. Jahrhundert, als die Burg Wagrain im Besitz der Goldegger Herren war. Im frühen 14. Jahrhundert spielte die Festung eine Rolle im Machtkampf um die deutsche Kaiserwürde, was schließlich zu ihrer Zerstörung führte. Der Name Wagrain leitet sich von alten Begriffen für fließendes Wasser und Hangwiesen ab. Im Mittelalter prägte der Bergbau die Region, bevor Wagrain im Zeitalter der Reformation als Ort mit besonders vielen evangelischen Gläubigen bekannt wurde.
Heute ist Wagrain vor allem als Fremdenverkehrsort beliebt, der mit dem Öbristkopf ein Wanderziel bietet. Die katholische Pfarrkirche mit gotischen und barocken Elementen sowie die Marktkirche zeugen von der langen Geschichte. Persönlichkeiten wie der Textdichter des Weihnachtsliedes „Stille Nacht“ oder der Schriftsteller Karl Heinrich Waggerl hinterließen hier Spuren. Die Gemeinde verbindet alpine Tradition mit modernem Tourismus, wobei die Übernachtungszahlen besonders in den Wintermonaten stark steigen.