Klösterle liegt im österreichischen Bundesland Vorarlberg und ist der Hauptort des Klostertals. Das Dorf befindet sich auf etwa 1073 Metern Höhe und wird vom Fluss Alfenz durchflossen, der aus dem Zusammenfluss von Rauzbach und Stubenbach am Arlberg entsteht. Die Gemeinde grenzt im Norden an die Gipfel der Kalkalpen, darunter die Rohnspitze und der Trittkopf, während im Süden die Verwallgruppe mit Gipfeln wie der Pflunspitze und dem Nenzigastkopf die Landschaft prägt. Im Osten bildet der Arlbergpass die Grenze, im Westen reicht das Gemeindegebiet bis zum Flexenpass.
Die ersten Siedlungen entstanden vermutlich im 9. Jahrhundert, als der Silberbergbau im Montafon begann. Der Name Klösterle geht auf eine im 10. Jahrhundert geweihte Kapelle für die Jungfrau Maria zurück, die später zum Namensgeber für das Mariental wurde. Schriftliche Aufzeichnungen datieren aus dem frühen 13. Jahrhundert. Die Habsburger herrschten über das Gebiet, bis es 1805 vorübergehend zu Bayern gehörte und 1814 wieder an Österreich zurückfiel. Ein wirtschaftlicher Aufschwung setzte mit dem Bau der Arlbergbahn zwischen 1880 und 1884 ein, an dem bis zu 6000 Arbeiter beteiligt waren.
Klösterle ist bekannt für seine Kirchenbauten, darunter die katholische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer, die in den 1970er Jahren von Clemens Holzmeister neu gestaltet wurde. Der Ort entwickelte sich früh zu einem Zentrum des Fremdenverkehrs, insbesondere durch den Schilauf und den Bau von Aufstiegshilfen. Jährlich verzeichnet die Gemeinde rund 150.000 Übernachtungen, vor allem in der Wintersaison. Ein besonderes Ereignis war das Open Air der Klostertaler, das bis zu seiner Auflösung regelmäßig im Sommer stattfand. Die Arlbergbahn und die Wäldletobelbrücke prägen die Infrastruktur und verbinden Klösterle mit den umliegenden Tourismusgebieten.