Kočov liegt im Westen Tschechiens, etwa acht Kilometer östlich von Tachov, eingebettet in eine hügelige Landschaft auf etwa 465 Metern Höhe. Der Ort wird vom Fluss Mies durchflossen, in den im Ortsteil Ústí nad Mží der Hammerbach mündet. Die Gemeinde umfasst mehrere Ortsteile wie Janov, Klíčov und Ústí, wobei der aufgelassene Ort Svatý Jan auf ihrem Gebiet liegt.
Erstmals erwähnt wurde der Ort 1357 unter dem Namen Gottschau, als er im Besitz des Ritters Kunrat Kocovský und seiner Söhne war. Bis ins 19. Jahrhundert gehörte Kočov zur Grundherrschaft Plan-Gottschau und war nach Bruck am Hammer gepfarrt. Im 20. Jahrhundert erlebte der Ort politische Veränderungen: Nach dem Münchner Abkommen wurde er dem Deutschen Reich angeschlossen und gehörte bis 1945 zum Landkreis Tachau. Später wurde Kočov vorübergehend in die Stadt Planá eingemeindet, bevor es 1990 wieder eine eigenständige Gemeinde wurde.
Kočov ist von einer ländlichen Idylle geprägt, die durch die Flüsse und die umliegenden Hügel bestimmt wird. Die Ortsteile Janov und Klíčov ergänzen das Bild der kleinen Gemeinde, während der historische Name Gottschau auf die deutsche Vergangenheit verweist. Die Umgebung mit ihren sanften Erhebungen und Gewässern bietet ruhige Naturerlebnisse abseits größerer Siedlungen.