Kolín liegt in der mittelböhmischen Region an der Elbe, etwa 60 Kilometer östlich von Prag. Die Stadt breitet sich am linken Ufer des Flusses aus und ist ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt, an dem sich mehrere Bahnstrecken kreuzen. Bis 1995 endete hier auch die Schifffahrt auf der Elbe.
Die Stadt wurde vom böhmischen König Ottokar II. Přemysl gegründet und erstmals 1261 urkundlich erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte Kolín mehrfach den Besitzer und war Schauplatz historischer Ereignisse, darunter die Schlacht bei Kolín im Jahr 1757. Wirtschaftlich prägten vor allem die Zuckerproduktion und später die Textilindustrie das Stadtbild.
Kolín besticht durch sein historisches Zentrum mit erhaltenen Bauwerken aus verschiedenen Epochen. Besonders sehenswert sind das jüdische Viertel mit Synagoge und Friedhof sowie die Überreste der mittelalterlichen Burg, die später zum Schloss umgebaut wurde. Heute ist die Stadt auch für ihre Automobilproduktion bekannt, die seit 2005 am Stadtrand angesiedelt ist.