Kölleda liegt im nordöstlichen Teil des Thüringer Beckens, einer fruchtbaren Landschaft mit Schwarzerdeböden, etwa 145 Meter über dem Meeresspiegel. Die Stadt befindet sich rund zehn Kilometer östlich von Sömmerda und ist von bewaldeten Höhenzügen wie der Finne und der Schmücke umgeben. Zu ihren Nachbarorten zählen im Norden Sömmerda, im Osten An der Schmücke und im Süden Roßleben-Wiehe. Mit ihren sieben Ortsteilen erstreckt sie sich über eine Fläche von gut 31 Quadratkilometern.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Kölleda im Jahr 786 als Collide im Güterverzeichnis des Klosters Hersfeld. Der Name deutet auf sumpfiges Gelände hin, doch auch die Herstellung von Holzkohle oder der Anbau von Pfefferminze könnten eine Rolle gespielt haben. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort zu einem Handelszentrum und erhielt 1392 das Stadtrecht, blieb aber lange unter der Lehnshoheit des Klosters Hersfeld. Prägend waren auch die Zerstörungen durch Kriege und Seuchen, etwa während des Dreißigjährigen Krieges oder der Pestepidemien.
Heute ist Kölleda als „Pfefferminzstadt“ bekannt, ein Beiname, der auf den traditionellen Anbau von Arznei- und Gewürzkräutern zurückgeht. Die Stadt bewahrt ihr historisches Erbe mit Bauwerken wie der St.-Johannes-Klosterkirche aus dem 13. Jahrhundert und dem Marktbrunnen von 1528. Als Geburtsort des Chemikers Fritz Hofmann, Erfinder des künstlichen Kautschuks, und Verbannungsort von Friedrich Ludwig Jahn, dem „Turnvater“, verbindet Kölleda Wissenschaft und Sport. Jährlich feiert sie ihren Karneval unter dem Spitznamen „Kuhkölln“, der auf eine alte Sage zurückgeht.