Sömmerda liegt im flachen, fruchtbaren Thüringer Becken an der mittleren Unstrut und ist von intensiv genutzter Landwirtschaft geprägt. Die Stadt befindet sich etwa zwanzig Kilometer nördlich von Erfurt und ist von waldarmen Flächen umgeben. Das Klima ist ungewöhnlich trocken und mild, was die Region für den Ackerbau begünstigt.
Erstmals erwähnt wurde Sömmerda im Jahr 876, doch schon frühgeschichtliche Funde deuten auf eine Besiedlung hin. Im Mittelalter gehörte die Stadt zu Erfurt und später zu Kurmainz, bis sie 1802 an Preußen fiel. Prägend für die Entwicklung war die Industrialisierung ab 1840, als Johann Nicolaus von Dreyse mit seinen Fabriken die Stadt veränderte. Die Waffen- und später Büromaschinenindustrie prägten Sömmerda über Jahrzehnte.
Die Stadt bewahrt Spuren ihrer Geschichte, darunter das Erfurter Tor und Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Das ehemalige Industriegelände beherbergt heute ein Werk von Fujitsu Technology Solutions. Sömmerda ist bekannt für seine blühenden Initiativen und gewann 2005 eine Silbermedaille beim Bundeswettbewerb Unsere Stadt blüht auf.