Konin liegt an der Warthe in Großpolen, etwa hundert Kilometer südöstlich von Posen und fünfzig Kilometer nördlich von Kalisz. Die Stadt ist verkehrsgünstig im Zentrum Polens gelegen und wird von der Europa-Route des Berlin-Warszawa-Express durchzogen.
Erstmals wird der Ort im zweiten Jahrhundert als Setidava erwähnt. Im Mittelalter fand hier eine Schlacht zwischen dem Deutschen Orden und dem polnischen König statt, bei der die Stadt niedergebrannt wurde. Später gehörte Konin zeitweise zu Südpreußen und erlebte eine Zuwanderung deutscher Siedler. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt dem „Reichsgau Wartheland“ eingegliedert und war Schauplatz von Verbrechen an der jüdischen Bevölkerung.
Die Stadt beeindruckt mit historischen Bauwerken wie der gotischen Bartholomäuskirche, einer Burg aus dem frühen 15. Jahrhundert und einer klassizistischen Synagoge. Ein besonderes Zeugnis ist der mittelalterliche Meilenstein, der als ältestes Straßensymbol Polens gilt. Konin ist auch bekannt für Persönlichkeiten wie den Erfinder des Kondoms Julius Fromm oder die Sängerin Reni Jusis.