Kösching liegt in Oberbayern, etwa zehn Kilometer nordöstlich von Ingolstadt. Die Gemeinde erstreckt sich über mehr als 5550 Hektar, wobei rund 279 Hektar bebaut sind. Zu Kösching gehören sechs Gemeindeteile, darunter Kasing und Bettbrunn. Die Landschaft ist geprägt vom Keschinger Forst, einem ausgedehnten Waldgebiet, das teilweise im Besitz des Wittelsbacher Ausgleichsfonds ist.
Die Wurzeln Köschings reichen bis in die Römerzeit zurück, als hier das „Castellum Germanicum“ entstand, um die Donaugrenze zu sichern. Später wurde der Ort als „Cheskingen“ erwähnt und entwickelte sich zu einem Markt. Im 14. Jahrhundert erhielt Kösching die Marktrechte und wurde zu einem wichtigen Handelsplatz. Eine Pestepidemie führte zur Gründung der Sebastianibruderschaft, die bis heute jährlich pilgert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs der Ort durch Heimatvertriebene und entwickelte sich zu einer größeren Gemeinde.
Heute ist Kösching bekannt für seine historischen Kirchen, darunter die Barockkirche „Mariä Himmelfahrt“ und die Wallfahrtskirche „St. Salvator“ in Bettbrunn. Der Ort bietet kulturelle Einrichtungen wie das Museum Kösching und ein breites Sportangebot mit Vereinen wie dem TSV 1897. Persönlichkeiten wie der Maler Ferdinand Ott oder der Politiker Richard Scheringer haben hier gewirkt. Der Ortsneckname „Mantelflicker“ verweist auf die traditionelle Handwerkskunst der Bewohner.