Oberdolling liegt in der Hallertau, einer Region im oberbayerischen Landkreis Eichstätt, nahe Ingolstadt. Die Gemeinde besteht aus sechs Gemeindeteilen, darunter das namensgebende Pfarrdorf sowie kleinere Dörfer und Weiler wie Unterdolling und Weißendorf. Landschaftlich ist die Gegend von sanften Hügeln und landwirtschaftlich genutzten Flächen geprägt.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im frühen 9. Jahrhundert unter dem Namen „Tullinga“. Im Mittelalter gab es hier einen Ortsadel, und eine Burg namens „Schleckerstein“ wurde später von den Jesuiten wiederaufgebaut. Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg und einem Brand 1931 entstand das heutige Schloss im historischen Stil. Politisch gehörte Oberdolling lange zum Kurfürstentum Bayern, bis es nach Verwaltungsreformen eine eigenständige Gemeinde wurde.
Besonders sehenswert ist die katholische Pfarrkirche St. Georg mit neuromanischen Elementen und einem historischen Kirchturm, der einen römischen Grabstein birgt. Das Schloss Oberdolling, ein dreigeschossiger Walmdachbau, prägt das Ortsbild. Traditionelle Feste wie der Laurenzimarkt und der Christkindlmarkt bereichern das kulturelle Leben. Persönlichkeiten wie der Bischof Engelhard von Dolling oder der Gelehrte Friedrich Roman Gebhard verbinden den Ort mit der regionalen Geschichte.