Koserow liegt auf der Insel Usedom, wo es die schmale Landenge zwischen Nord- und Süd-Usedom einnimmt. Der Ort grenzt im Nordwesten an Zempin und im Südosten an Loddin. Die Küste ist meist steil, besonders am dicht bewaldeten Streckelsberg, der als höchster Punkt etwa 58 Meter über dem Meeresspiegel aufragt. Nur Richtung Zempin flacht die Küste ab und bietet dort den Hauptstrand mit Seebrücke.
Erstmals erwähnt wurde Koserow 1347 unter dem slawischen Namen „Cuzerowe“, der „Sandboden, auf dem nur Ziegen leben können“ bedeutet. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort geplündert, später wechselte er von schwedischer zu preußischer Herrschaft. Wirtschaftlich lebte Koserow lange von Fischerei und Salzhütten, bis Sturmfluten und Erosion den Ort prägten. Erst durch Aufforstung und Küstenschutzmaßnahmen stabilisierte sich die Situation.
Heute ist Koserow ein staatlich anerkanntes Seebad mit einer modernen Seebrücke und einem Kurpark am Streckelsberg. Der Künstler Otto Niemeyer-Holstein hinterließ mit seinem Gehöft „Lüttenort“ ein kulturelles Erbe. Die denkmalgeschützten Salzhütten wurden zu touristischen Einrichtungen umgestaltet, und der Ort wirbt mit dem Slogan „Das Juwel der Ostsee“.