Kovářov liegt auf einer Hochfläche im westlichen Teil des Mittelböhmischen Hügellandes, nahe der Milevská pahorkatina. Drei markante Hügel umgeben den Ort: die Kovářovská hůrka im Norden, die Hůrka im Nordosten und der Lipný am südlichen Ortsrand. Östlich fließt der Hrejkovický potok, während sich im Westen das Gemeindegebiet bis zum Moldautal erstreckt, das durch den Orlík-Stausee geprägt ist. Die Staatsstraße II/102 verbindet den Ort mit Milevsko und Milešov.
Die Geschichte des Ortes reicht vermutlich bis ins 9. Jahrhundert zurück, doch die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1220, als Kovářov Sitz des Ritters Budislav von Kovářov war. Im 14. Jahrhundert wurde die Feste geteilt, und verschiedene Adelsfamilien sowie das Kloster Milevsko teilten sich die Herrschaft. Im 16. Jahrhundert entstand eine neue Renaissancefeste, die später mit der älteren vereinigt wurde. Nach der Schlacht am Weißen Berg ging der Besitz an die Eggenberger und schließlich an die Schwarzenberg über. Wirtschaftlich erlebte der Ort nach dem Dreißigjährigen Krieg eine Blütezeit, bevor die Schule 1770 gegründet und die Pfarrei 1670 wiederhergestellt wurde.
Kovářov prägt eine barocke Pfarrkirche Allerheiligen aus dem 13. Jahrhundert mit einem 27 Meter hohen Kirchturm, der 1712 entstand. Das alte Pfarrhaus, ein Barockbau von 1739 bis 1740, beherbergte später die Gemeindebibliothek. Eine Statue des hl. Johannes von Nepomuk steht auf dem Dorfplatz. Seit 1996 findet hier jährlich das Folklorefestival Jihočeský folkorní festival Kovářov statt, das das kulturelle Leben des Ortes bereichert.