Krauschwitz liegt in der Muskauer Heide im Nordosten Sachsens, direkt an der deutsch-polnischen Grenze. Die Gemeinde erstreckt sich entlang der Lausitzer Neiße, die im Osten des Ortes fließt. Nachbarorte wie Weißwasser oder Keula sind nur wenige Kilometer entfernt, während andere Ortsteile wie Sagar oder Pechern sich stromaufwärts anschließen.
Erstmals 1400 als Kruswica in Bautzener Akten erwähnt, geht der Name auf das Sorbische zurück und bedeutet „Birnendorf“. Ein schwerer Waldbrand 1775 zerstörte den Ort fast vollständig, doch der Bau der preußischen Staatsstraße 1830 brachte den Anschluss an überregionale Verkehrswege. Wirtschaftlich prägten Eisenverhüttung und Keramikindustrie die Entwicklung, etwa durch die Keulahütte oder Ludwig Rohrmanns Geschirrtöpferei.
Heute verbindet Krauschwitz sorbische Tradition mit industriellem Erbe. Die Friedensglocke in der Keulahütte läutet jährlich zum Weltfriedenstag, und das Museum Sagar hält die Regionalgeschichte lebendig. Partnerschaften mit polnischen und deutschen Gemeinden stärken den Austausch, während Schrotholzhäuser und Naturdenkmale wie eine markante Stieleiche das Bild prägen.