Kreuth liegt am Südufer des Tegernsees und erstreckt sich vom See durch das Weißachtal bis zur Landesgrenze nach Tirol. Die Höhenlage reicht von etwa 725 Metern am See bis zum Gipfel der Halserspitz auf 1862 Metern. Als größte und südlichste Gemeinde des Landkreises Miesbach grenzt sie im Norden an Bad Wiessee, im Osten an Rottach-Egern und im Westen an Lenggries, während das Mangfallgebirge im Süden die Grenze zu Österreich bildet.
Der Name Kreuth leitet sich von „Gerodetes“ oder „Gereutetes“ ab und geht auf die Zeit des Klosters Tegernsee zurück, das hier Siedler ansiedelte. Eine erste steinerne Kapelle entstand 1184, doch erst 1491 wurde eine gotische Kirche errichtet. Bis 1803 gehörte Kreuth zum Klostergerichtsbezirk Tegernsee, bevor es 1818 eine eigenständige Gemeinde wurde. Bekannt wurde der Ort 1976 durch den Kreuther Trennungsbeschluss der CSU, der hier in Wildbad Kreuth gefasst wurde.
Kreuth ist als Heilklimatischer Kurort bekannt und bietet mit dem Schloss Ringberg, einem Tagungszentrum der Max-Planck-Gesellschaft, sowie dem Kurpark mit Musikpavillon und Kneippbecken besondere Sehenswürdigkeiten. Die traditionsreiche Leonhardifahrt, eine der ältesten Bayerns, findet seit über 500 Jahren am 6. November statt. Die Gemeinde ist Teil der Alpenvereinsinitiative Bergsteigerdörfer und beherbergt Persönlichkeiten wie die Skirennläuferin Viktoria Rebensburg oder den Rennrodler Fritz Nachmann.