Křinec liegt in einer sanften Hügellandschaft der Ostböhmischen Tafel, wo sich die Flüsse Křinecká Blatnice und Mrlina zu einem gemeinsamen Tal vereinen. Westlich erhebt sich der markante Hügel Chotuc, nördlich der Kuncberk. Das Städtchen ist umgeben von Nachbarorten wie Pojedy im Norden oder Vestec im Süden und wird von einer Eisenbahnstrecke zwischen Nymburk und Jičín durchzogen.
Erstmals schriftlich erwähnt wurde Křinec im Jahr 1352, als es in einem Verzeichnis böhmischer Pfarrdörfer aufgeführt wurde. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Besitzer, darunter die Křinecký von Ronov und später die Kostomlatský von Vřesovice, die es 1568 als Städtchen bezeichneten. Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg begann unter den Grafen Morzín der Wiederaufbau, der das heutige Gesicht des Ortes prägte.
Besonders sehenswert sind die Burgruine Kuncberg, das frühbarocke Schloss und die Kirche des hl. Ägidius. Auf dem Chotuc steht eine barock umgestaltete Kirche, und an der Mrlinabrücke finden sich Figuren von Ferdinand Maximilian Brokoff. Ein jüdischer Friedhof und mehrere Kapellen ergänzen das kulturelle Erbe. Der Schauspieler Julius Seger, ein NS-Opfer, stammt aus Křinec.