Křtiny liegt im Drahaner Bergland, umgeben von Wäldern und dem Landschaftsschutzgebiet Moravský kras. Der Ort wird vom Křtinský potok durchflossen, in den der Zemanův žleb mündet. Im Norden grenzt Křtiny an Rudice und Stará Huť, im Süden an Březina und Ochoz u Brna. Die Landschaft wird von Hügeln wie dem Proklest und der Horka geprägt.
Erstmals erwähnt wurde Křtiny 1237 in einem päpstlichen Dokument, das den Besitz des Prämonstratenserklosters Obrowitz bestätigte. Der Name leitet sich von der lateinischen Bezeichnung für ein Tauftal ab. Im Mittelalter gab es hier zwei Kirchen, die während der Hussitenkriege zerstört wurden. Nach Plünderungen im Dreißigjährigen Krieg entstand ab 1718 eine barocke Wallfahrtskirche. Im 19. Jahrhundert wechselte der Ort mehrfach den Besitzer, darunter an die Fürsten von Liechtenstein.
Bekannt ist Křtiny für seine barocke Wallfahrtskirche der Jungfrau Maria, die als „Perle Mährens“ gilt und zum Nationalen Kulturdenkmal erklärt wurde. Das Schloss, einst Residenz des Prämonstratenserklosters, beherbergt heute einen Forstbetrieb. Im Ort steht eine mittelalterliche Marienstatue, und das Arboretum Křtiny zeigt eine vielfältige Pflanzenwelt. Die Umgebung bietet Karsthöhlen und Naturreservate wie das Bayerova.