Olomučany liegt versteckt im Drahaner Bergland, umgeben von dichten Wäldern und tiefen Tälern. Der Ort breitet sich in einer sanften Mulde am Bach Olomučanský potok aus, während im Westen die Svitava ein wildes Durchbruchstal formt. Umgeben von markanten Erhebungen wie dem Polom und der Pokojná bietet die Landschaft sowohl ruhige Waldlichtungen als auch steile Hänge. Nachbarorte wie Rudice im Osten oder Adamov im Süden zeigen die enge Verbindung zu den umliegenden Gemeinden.
Die Geschichte des Ortes reicht bis ins 8. und 9. Jahrhundert zurück, als hier Limonit abgebaut und verarbeitet wurde. Später entstand das heutige Dorf als Siedlung für Köhler und Holzfäller, die das Tal rodeten. Erstmals urkundlich erwähnt wurde es 1353 in einem Grenzstreit zwischen den Herrschaften Pozořice und Blansko. Burgen wie Nový hrad prägten die Region, bis sie im 15. und 17. Jahrhundert durch Kriege und Brände zerstört wurden. Die Liechtensteiner übernahmen die Herrschaft und förderten den Bergbau sowie die Glas- und Majolikaherstellung, die bis ins 20. Jahrhundert eine wichtige Rolle spielten.
Heute ist Olomučany vor allem für seine historischen Spuren und die malerische Karstlandschaft bekannt. Reste mehrerer Burgen wie Starý hrad und Čertův hrádek zeugen von der bewegten Vergangenheit. Die umliegenden Höhlen, darunter die Býčí skála, und der Aussichtsturm Alexandrovka laden zu Erkundungen ein. Ein Keramikmuseum und eine alte Eisenhütte erinnern an die traditionellen Handwerke, während die unberührte Natur des Moravský kras Wanderer anzieht.