A Coruña liegt ganz im Nordwesten Spaniens, direkt am Atlantik und ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in Galicien. Die Stadt breitet sich auf einem schmalen Küstenstreifen aus, wo der natürliche Hafen seit jeher Schutz und Bedeutung bot. Mit ihren Stränden und der langen Promenade prägt sie das Bild einer lebendigen Hafenstadt, die sich zwischen Hügeln und Meer erstreckt.
Schon die Phönizier und Römer nutzten den geschützten Hafen, bevor sie im ersten Jahrhundert den Herkulesturm errichteten, der noch heute als ältester aktiver Leuchtturm der Welt gilt. Im Mittelalter wurde die Stadt zum wichtigen Zielhafen englischer Jakobspilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela. Ein dunkles Kapitel ihrer Geschichte schrieb sich 1589 ein, als englische Truppen unter Francis Drake die Stadt erfolglos angriffen – eine Heldentat, die mit der Legende der Bürgerin María Pita verbunden wird. Später wurde A Coruña Schauplatz blutiger Kämpfe während des Spanischen Unabhängigkeitskriegs und des Bürgerkriegs.
Heute ist die Stadt ein lebendiger Ort mit breiter Strandpromenade und zwei markanten Stränden, die zum Verweilen einladen. Der Herkulesturm, UNESCO-Welterbe, und das archäologische Museum im Castillo de San Antón ziehen Besucher an. Jährlich feiert die Stadt die Nacht des San Juan mit Feuerwerk und Johannisfeuern. Wirtschaftlich steht der Hafen im Mittelpunkt, der zu den bedeutendsten Spaniens zählt und neben Handel und Fischerei auch Kreuzfahrtschiffe anzieht. Wissenschaft und Kultur gedeihen hier, etwa im Haus der Wissenschaften mit Planetarium und Aquarium.