La Malène liegt versteckt im Gévaudan, einer Landschaft im südlichen Zentralmassiv, und wird vom Tarn durchflossen. Der Ort gehört zum Nationalpark Cevennen und ist umgeben von kargen Kalkplateaus: im Süden die Causse Méjean, im Norden die Causse de Sauveterre. Nachbarorte sind im Osten Mas-Saint-Chély, im Süden Hures-la-Parade und im Westen die Gemeinde Massegros Causses Gorges mit Saint-Georges-de-Lévéjac.
Erstmals taucht der Name La Malène im 13. Jahrhundert auf, doch seine Wurzeln reichen weiter zurück. Im 6. Jahrhundert stand hier das Castel Merlet, eine der ältesten Motten Frankreichs, die nach etwa 150 Jahren wieder verfiel. Später markierte der Ort die Grenze zwischen dem Fränkischen Reich und dem Westgotenreich, bevor er im Mittelalter unter kirchlichen Einfluss geriet. Papst Gregor IX. bestätigte 1237 den Besitzanspruch des Bistums Mende an der örtlichen Kirche.
Besonders sehenswert ist die romanische Kirche Saint-Jean-Baptiste aus dem 12. Jahrhundert, die als historisches Denkmal geschützt ist. In ihr hängt ein Gemälde des Heiligen Hieronymus, gemalt von Luis Tristán zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Auch das Manoir de Montesquiou, eine im 15. Jahrhundert erbaute Burg, prägt das Bild des Ortes und dient heute als Hotel.