Lambesc liegt in den Hügeln der Provence, etwa zwanzig Kilometer nordwestlich von Aix-en-Provence. Der Fluss Touloubre durchzieht das südliche Gemeindegebiet, begleitet von seinem Nebenfluss Lavaldenan. Die Landschaft ist geprägt von sanften Erhebungen, auf denen sich der Ort ausbreitet.
Erstmals taucht Lambesc im Jahr 814 unter dem Namen Lambisco in den Urkunden auf. Im Mittelalter entstand hier eine Burg, und das Dorf wurde mit Mauern umgeben. Verschiedene Adelsfamilien besaßen den Ort, bis ein Graf aus Lothringen ihn 1453 erwarb und das heutige Wappen mit dem Lothringerkreuz einführte. Suès, eine einst selbstständige Gemeinde, wurde 1807 eingemeindet. 1909 zerstörte ein schweres Erdbeben den Ort fast vollständig und forderte Dutzende Todesopfer. Während des Zweiten Weltkriegs diente eine ehemalige Konservenfabrik als Internierungslager, in dem vor allem deutsche und österreichische Männer festgehalten wurden. Ein Munitionszug, der 1944 im Bahnhof explodierte, verursachte weitere Zerstörungen.
Besonders sehenswert sind die Kapelle Saint Michel aus dem zwölften Jahrhundert und die Kirche Notre Dame de l’Assomption aus dem achtzehnten Jahrhundert. Das Musée du Vieux Lambesc bewahrt die Geschichte des Ortes. Die Hauptstraße N7 verbindet Lambesc mit Avignon und Aix-en-Provence und führt weiter zur Autobahn A7.