Landsberg liegt im Städtedreieck zwischen Halle, Leipzig und Bitterfeld-Wolfen, umgeben von einer flachen Landschaft. Die Stadt grenzt im Norden an Petersberg und Zörbig, im Osten an Neukyhna, im Süden an Kabelsketal und im Westen an die kreisfreie Stadt Halle. Mit ihren 29 Ortsteilen, die in 11 Ortschaften zusammengefasst sind, erstreckt sie sich über ein weitläufiges Gebiet.
Die ersten Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, doch erstmals urkundlich erwähnt wurde Landsberg im Jahr als „civitas holm“. Im Mittelalter war die Burg Landsberg Sitz der Markgrafen von Landsberg, die später von den Markgrafen von Meißen zerstört wurde. Erst nach langer Pause erhielt Landsberg 1597 das Stadtrecht zurück, allerdings ohne Befestigungsanlagen. Die Region wechselte mehrfach die Herrschaft, gehörte zeitweise zu Brandenburg, Sachsen und Preußen, bis sie schließlich im Saalekreis aufging.
Die Stadt prägen historische Bauwerke wie die romanische Doppelkapelle St. Crucis auf dem Kapellenberg, die als Wahrzeichen gilt. Das Rathaus am Marktplatz und die evangelische Kirche St. Nicolai zeugen von der langen Geschichte. Auf der Freilichtbühne finden im Sommer Konzerte und Volksfeste statt, darunter das jährliche Bergfest. Ein Museum in der Doppelkapelle widmet sich der regionalen Siedlungsgeschichte, während ein weiteres, das „Bernhard Brühl“, naturkundliche und heimatgeschichtliche Exponate zeigte.