Delitzsch liegt im Nordwesten Sachsens, nahe der Grenze zu Sachsen-Anhalt, in einer flachen Landschaft zwischen Leipzig und Bitterfeld. Der Fluss Lober durchzieht die Stadt und mündet weiter nördlich in die Mulde. Im Norden und Süden prägen ehemalige Tagebaue heute eine Seenlandschaft mit Naturschutzgebieten wie dem Neuhäuser oder Schladitzer See. Die Umgebung ist ländlich geprägt, während die Kernstadt mit ihrer Altstadt und Neustadt das Zentrum bildet.
Die Stadt wurde vermutlich im frühen 13. Jahrhundert erstmals erwähnt, doch archäologische Funde belegen eine Besiedlung bereits in der Jungsteinzeit. Im 17. und 18. Jahrhundert diente Delitzsch als Witwen- und Reisesitz des Herzogtums Sachsen-Merseburg und profitierte vom Wohlstand der Frühen Neuzeit. Die historische Altstadt mit ihrem Barockschloss und der mittelalterlichen Stadtbefestigung zeugt noch heute von dieser Epoche.
Heute ist Delitzsch bekannt für seine gut erhaltene Altstadt mit Bürgerhäusern, Patrizierhäusern und Stadttürmen, die verschiedene Bauepochen widerspiegeln. Die Seen in der Umgebung laden zu Wanderungen und Radtouren ein, während die Stadt als Mittelzentrum im ländlichen Raum fungiert. Die Nähe zu Leipzig und Halle macht sie zudem zu einem wichtigen Standort im Ballungsraum.