Langenselbold liegt im Süden Hessens, eingebettet im Kinzigtal zwischen Gelnhausen und Hanau. Die Stadt erstreckt sich am Rande dieses Tals, wo die Gründau in die Kinzig mündet. Im Nordosten erhebt sich der Weinberg, während künstlich angelegte Gewässer wie der Ruhlsee und der Kinzigsee für Freizeitmöglichkeiten sorgen. Auch der Birkenweiher und der Buchberg gehören zum Stadtgebiet.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1108, als Papst Paschalis II. das von Graf Dietmar gegründete Kloster Selbold unter seinen Schutz stellte. Später gehörte Langenselbold zu Kurmainz und wurde 1426 teilweise an die Grafen von Hanau verpfändet. Im 18. Jahrhundert entstand auf dem Klostergelände das Schloss Langenselbold, das heute die Stadtverwaltung beherbergt. Napoleon soll die Stadt siebenmal durchquert haben, zuletzt während seines Rückzugs nach der Völkerschlacht bei Leipzig.
Heute prägen das historische Schloss und die umliegenden Gewässer das Bild der Stadt. Die Landschaft mit Weinbergen und künstlichen Seen lädt zu Spaziergängen und Freizeitaktivitäten ein. Die Geschichte des Ortes spiegelt sich in seinen Bauwerken und der wechselvollen politischen Zugehörigkeit wider.