Larne ist eine Hafenstadt in Nordirland, die am nördlichen Ende des Larne Lough liegt. Dieser schmale Meeresarm verbindet die Stadt mit dem Nordkanal, der die irische Insel von Schottland trennt. Etwa 36 Kilometer nördlich von Belfast und ebenso weit östlich von Ballymena gelegen, zählt Larne rund 19.000 Einwohner. Im County Antrim gelegen, war sie einst Verwaltungssitz eines gleichnamigen Districts, der heute Teil von Mid and East Antrim ist. Auffällig ist das markante Ballylumford-Kraftwerk östlich der Stadt, das zu den bedeutendsten Nordirlands gehört.
Die Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis in die mythologische Zeit Irlands reicht. Im Ulster-Zyklus der irischen Sagen spielt Larne eine Rolle in der Erzählung vom Tod Loegaires des Siegreichen. Später entwickelte sich der Ort zu einem wichtigen Hafen, der heute eine moderne Fährverbindung nach Schottland bietet. Larne ist zudem Ausgangspunkt der Europastraße E1, die entlang der irischen Ostküste bis in den Süden der Insel führt und sich schließlich an der iberischen Halbinsel fortsetzt. Die Stadt ist auch ein Knotenpunkt im Schienenverkehr, mit einer Bahnverbindung nach Belfast.
Larne besticht durch historische Bauwerke wie das Olderfleet Castle und das Chaine Memorial. Der Carnfunnock Country Park lädt mit seiner landschaftlichen Schönheit zum Verweilen ein. Die Stadt hat zudem bedeutende Persönlichkeiten hervorgebracht, darunter Ärzte, Politiker, Schauspieler und Sportler. Als Tor zwischen Irland und Schottland verbindet Larne nicht nur zwei Länder, sondern auch verschiedene Epochen und Kulturen.