Launceston liegt im Norden Cornwalls, dort wo der Fluss Tamar die Grenze zu Devon bildet. Die Stadt breitet sich auf einem vulkanischen Felsrücken aus, der ihr ein markantes Profil verleiht. Mit ihren mittelalterlichen Strukturen und der Burgruine prägt sie das Bild der umliegenden Hügellandschaft.
Schon in angelsächsischer Zeit war Launceston ein wichtiger Ort mit königlicher Münze und Marktprivilegien. Als Justizzentrum spielte sie eine zentrale Rolle, bis diese Funktion nach Bodmin verlegt wurde. Der Name der Stadt wechselte im Mittelalter von Dunheved zu Launceston, was auf den Schutzheiligen St. Stephan und eine alte Umfriedung hinweist. Einst beherbergte sie ein reiches Priorat, das im 16. Jahrhundert aufgelöst wurde.
Heute zieht die Burgruine mit ihrer bewegten Geschichte Besucher an, darunter das Gefängnis, in dem einst George Fox und Cuthbert Mayne gefangen waren. In der Umgebung finden sich prähistorische Monumente wie der Steinkreis The Hurlers. Die Stadt bewahrt ihr Erbe in Kirchen wie St. Stephen und St. Mary Magdalene, während eine restaurierte Dampfeisenbahn an die industrielle Vergangenheit erinnert.