Libáň ist eine Stadt im Süden des Okres Jičín, umgeben von landwirtschaftlich genutzten Flächen und Industriegebieten. Sie liegt etwa 15 Kilometer südwestlich von Jičín und ist geprägt von ihrer Verbindung zu historischen Handelswegen und fruchtbaren Böden.
Erstmals erwähnt wird der Ort im 14. Jahrhundert unter dem Namen Lubaň, doch archäologische Funde belegen eine Besiedlung bereits in der Steinzeit, Bronzezeit und Römerzeit. 1340 erhielt Libáň Stadtrechte, die eng mit dem nahegelegenen Renaissanceschloss Staré Hrady verknüpft waren. Ein bedeutender Förderer der Stadt war Georg Proskowski von Proskau, der 1574 die Wiederverleihung der Stadtrechte und ein Wappen erwirkte. Im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte sich Libáň zu einem industriellen Zentrum mit Zuckerfabrik, Tabak- und Möbelindustrie.
Die Stadt besticht durch ihre historischen Bauwerke wie die frühgotische Kirche in Zliv, die St.-Georgs-Kirche in Psinice und die barocke Heiliggeistkirche. Mehrere Denkmäler, darunter eines für Jan Hus und eines für Karel Havlíček Borovský, zeugen von der kulturellen Bedeutung. Zudem prägen zwei markante Baumdenkmäler das Stadtbild. Die umliegenden Ortsteile Psinice, Křešice, Zliv und Kozodírky ergänzen das Bild dieser traditionsreichen Stadt.