Libčeves liegt im Südwesten des Böhmischen Mittelgebirges, eingebettet in ein Tal auf etwa 300 Metern Höhe. Der Ort wird vom Hrádecký potok durchflossen, und im Osten erhebt sich der 449 Meter hohe Křížový vrch als markanter Hausberg. Die Staatsstraße 15 führt nördlich vorbei, während die Eisenbahnstrecke Most–Lovosice im Süden verläuft. Nachbarorte sind unter anderem Všechlapy im Norden und Židovice im Südosten.
Die ersten Spuren einer Besiedlung reichen bis ins frühe 13. Jahrhundert zurück, gesichert ist die urkundliche Erwähnung von 1251. Über Jahrhunderte prägten verschiedene Adelsfamilien wie die Vřesovice und später die Lobkowicz den Ort. Bis zum Dreißigjährigen Krieg war Libčeves mehrheitlich tschechisch besiedelt, doch danach setzte eine starke Zuwanderung deutscher Siedler ein. Der Ort entwickelte sich zu einem Zentrum der Gutsherrschaft mit Glasfabriken, Brennereien und einer Poststation, die heute das Gemeindeamt beherbergt.
Besonders sehenswert ist die gotische Kirche Johannes des Täufers aus der Zeit um 1220–1230. Daneben zeugt die verfallene Schlossruine von der einstigen Bedeutung des Ortes. Persönlichkeiten wie der Komponist Antonio Casimir Cartellieri und der Arzt Carl Ferdinand Peters wirkten hier. Die Gemeinde umfasst mehrere Ortsteile, darunter Hořenec und Sinutec, die jeweils eigene Katastralbezirke bilden.