Lichkov liegt im Südosten des Adlergebirges, wo die Stille Adler ein enges Tal formt. Das Dorf befindet sich nahe der polnischen Grenze, nur wenige Kilometer von Žamberk und Międzylesie entfernt. Im Norden grenzt es an polnisches Gebiet, während im Osten der Grulicher Pass mit seinem wichtigen Straßen- und Bahnübergang über das Gebirge führt. Südlich erheben sich markante Berge wie der Vysoký kámen und die Bouda, die Teil des Suchý vrch-Kamms sind und auf deren Gipfeln sich Überreste des Tschechoslowakischen Walls finden.
Erstmals erwähnt wurde der Ort 1569 als Lichtenau, eine Siedlung von Glasmachern, die an der Stillen Adler eine Hütte betrieben. Die Herrschaft Grulich, zu der Lichkov gehörte, wechselte im 16. Jahrhundert mehrmals den Besitzer, darunter an die Grafen Althann. Im 17. Jahrhundert traf eine Pestepidemie den Ort schwer, doch später entwickelte er sich zu einem wichtigen Bahnknotenpunkt, als 1874 die Strecke von Königgrätz über den Grulicher Pass eröffnet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die deutschen Einwohner vertrieben, und der Ort wurde neu besiedelt.
Besonders sehenswert ist die neorenaissancezeitliche Kirche St. Josef, die zwischen 1889 und 1892 erbaut wurde. An der Staatsgrenze steht zudem eine Statue des Hl. Johannes von Nepomuk aus dem Jahr 1730. Südwestlich des Dorfes entspringt die Fürst Rostislav Quelle, eine radioaktive Mineralquelle. Die Landschaft mit ihren Bergen und dem Fluss prägt bis heute das Bild des Ortes.