Lierna liegt am Ufer des Comer Sees in der Lombardei, umgeben vom Grigna-Massiv im Hintergrund. Die Gemeinde erstreckt sich von der Uferpromenade bis in die Hügel, wo sich mittelalterliche Dörfer wie Castello oder Grumo verteilen. Zwei Strände, Riva Bianca und Riva Nera, laden zum Verweilen ein, während die Burg Castello auf einer kleinen Halbinsel thront. Mit elf Ortsteilen und einer Fläche von über tausend Hektar verbindet der Ort See und Berg.
Die Wurzeln Liernas reichen bis in keltische und römische Zeit zurück. Damals diente der Ort als römischer Urlaubsort und militärischer Stützpunkt, wovon römische Funde im Ortsteil Villa zeugen. Später entwickelte sich Lierna unter dem Schutz der mittelalterlichen Burg zu einem eigenständigen Gemeinwesen. Die enge Verbindung zu Varenna wich allmählich einer eigenen Identität, geprägt von Zurückhaltung und diskreter Eleganz.
Heute ist Lierna ein Freilichtmuseum mit Bauwerken des Bildhauers Giannino Castiglioni, darunter Kirche San Martino und das Rathaus. Die mittelalterliche Struktur der Ortsteile mit engen Gassen und dicht stehenden Häusern bleibt erhalten. Weinbau und mildes Klima ziehen Besucher an, während die Burgruine und die beiden Strände zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählen.