Ligist liegt in der Weststeiermark, etwa zehn Kilometer südöstlich von Voitsberg, eingebettet in ein hügeliges Wein- und Obstbaugebiet. Die Gemeinde erstreckt sich über mehrere Ortsteile wie Dietenberg, Grabenwarth oder Steinberg, die sich an sanften Hängen und in Tälern verteilen. Besonders bekannt ist Ligist als Startpunkt der Schilcherweinstraße, wo an den umliegenden Hügeln typische Steirerweine und Früchte gedeihen.
Die Geschichte Ligists reicht bis zu den Kelten zurück, die hier einst siedelten. Später prägten die Lubgaster die Region, deren Burg den Namen Lubgast trug und sich schließlich zu Ligist wandelte. Die Herren von Saurau übernahmen die Herrschaft, bis 1464 der Ort zum Markt erhoben wurde. Wirtschaftlich spielte über Jahrhunderte die Eisenverarbeitung eine Rolle, wovon noch ein historisches Hammerwerk zeugt. Heute ist Ligist vor allem für seinen Schilcherwein und das Kürbiskernöl bekannt.
Besonders sehenswert sind die Burgruine Ligist mit ihren erhaltenen Mauerresten und der barocke Altar, die Pfarrkirche mit ihrer Saurauer-Gruft sowie das Schloss des Malteserordens. Die Gemeinde pflegt ihr kulturelles Erbe mit einem Heimatmuseum und einer traditionsreichen Musikschule. Einmalig ist auch die Auszeichnung mit einer Silbermedaille beim europäischen Wettbewerb „Entente Florale Europe“ für sein blühendes Ortsbild.