Litvínov liegt am Südhang des Erzgebirges in Nordböhmen. Die Stadt breitet sich am Fuße dieses Gebirges aus und ist von einer hügeligen Landschaft umgeben. Sie besteht aus mehreren Ortsteilen wie Bergesgrün, Niederleutensdorf oder Rauschengrund, die sich über das Gemeindegebiet verteilen.
Der Ort wurde erstmals im 14. Jahrhundert als Dorf mit Kirche erwähnt, wobei sein Name auf einen frühen Siedler namens Lutvín zurückgeht. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Herrschaft mehrmals, bis die Familie Waldstein im 17. Jahrhundert die Besitzungen übernahm. Wirtschaftlich prägte vor allem die Textilindustrie das Wachstum, als hier die erste Tuchfabrik Böhmens entstand. 1715 erhielt der Ort Marktrechte und entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum der Tuchherstellung. Später kamen Spielwarenfabriken hinzu, die den Ruf der Stadt weiter festigten.
Heute ist Litvínov bekannt für seine historischen Bauwerke wie die Pfarrkirche St. Michael oder das Wallensteiner Schloss. Das alte Rathaus zeugt von der städtischen Vergangenheit, während die Umgebung mit ihren Bergen und Wäldern zu Wanderungen einlädt. Die Stadt pflegt Partnerschaften mit Battenberg in Deutschland und Brie-Comte-Robert in Frankreich.