Most liegt an der Bílina im Ústecký kraj und ist von künstlichen Seen umgeben, die nach dem Braunkohlenbergbau entstanden. Die Stadt wurde wegen des Kohleabbaus teilweise abgerissen und weiter südlich neu aufgebaut. Sie besteht aus acht Ortsteilen mit zahlreichen Grundsiedlungseinheiten und Katastralbezirken.
Die Stadt entstand im 13. Jahrhundert durch deutsche Siedler und gehörte später zu den Přemysliden. Im Mittelalter war sie eine wohlhabende Königsstadt mit Weinbergen und einer deutschen Bevölkerungsmehrheit. Nach Bränden und Kriegen verlor sie an Bedeutung, bis der Bergbau und die Industrialisierung im 19. Jahrhundert einen neuen Aufschwung brachten. Im 20. Jahrhundert prägten politische Umbrüche und der Kohleabbau die Entwicklung.
Heute ist Most bekannt für seine moderne Architektur und das Autodrom, das auch in der DDR populär war. Die umgesetzte Dekanatskirche Mariä Himmelfahrt und die Spitalkirche zum Hl. Geist sind letzte Zeugnisse der alten Stadt. Die Seen in der Umgebung dienen der Erholung, während das Stadttheater als Wahrzeichen gilt.