Lobendava liegt im Norden Tschechiens, nahe der deutschen Grenze, und ist die nördlichste Gemeinde des Landes. Eingebettet im Schluckenauer Zipfel, einem hügeligen Gebiet des Lausitzer Berglandes, wird es vom Luční potok durchflossen, der vom Hohen Hahn kommend den Ort durchzieht. Die Landschaft prägen markante Erhebungen wie der Ječný vrch und der Jáchym, während im Westen der Roubený an die Staatsgrenze grenzt.
Die Gemeinde entstand vermutlich im Mittelalter an einem wichtigen Handelsweg, der Dresden mit Böhmen verband. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Lobendava im 15. Jahrhundert. Im Laufe der Zeit entwickelte es sich zu einem Ort mit mehreren Straßenverbindungen, darunter einer historischen Chaussee nach Rumburg. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Vertreibung der deutschen Bevölkerung wuchs der Anteil der Roma-Bevölkerung, was bis heute prägend bleibt.
Besonders sehenswert sind die barocke Kirche der Jungfrau Mariä Heimsuchung und historische Kapellen, darunter eine Wallfahrtsstätte auf dem Jáchym. Das Ortsbild wird zudem von traditionellen Blockhäusern geprägt. Persönlichkeiten wie der Theologe Hieronymus Opitz oder der Maler Josef Richter verbinden Lobendava mit überregionaler Geschichte. Heute dient der Ort als Ausgangspunkt für grenzüberschreitenden Tourismus.