Sebnitz liegt im Osten Sachsens, eingebettet zwischen der Sächsischen Schweiz und dem Lausitzer Bergland. Der Fluss Sebnitz durchzieht das Tal, in dem sich die Stadt ausbreitet, während sich Seitentäler wie das Kirnitzschtal in die Landschaft einfügen. Die Höhenlage schwankt zwischen 250 und 460 Metern, wobei der Tanzplan als markanter Hausberg gilt. Im Osten grenzt die Stadt an Dolní Poustevna im tschechischen Schluckenauer Zipfel, während der Wolfstein zu den weiteren Erhebungen zählt.
Die Stadt geht auf deutsche Bauern aus Franken zurück, die sich hier ansiedelten. Der Name leitet sich vermutlich von Sebenica ab, was slawisch für Finkenwaldbach bedeutet. Erste urkundliche Erwähnung findet sich 1223/1241 in einer Grenzurkunde zwischen Böhmen und Meißen. Sebnitz entwickelte sich als Marktort und wurde 1451 erstmals als Städtlein bezeichnet. Ursprünglich lebten die Bewohner von Landwirtschaft, Handwerk und Handel, wobei die Leinenweberei eine bedeutende Rolle spielte.
Sebnitz trägt den Beinamen Stadt der Kunstblumen, da es im 19. Jahrhundert zu einem Zentrum der Herstellung künstlicher Blumen wurde. Nach einem verheerenden Stadtbrand 1854 wandten sich viele Weber dieser Branche zu. Das 1909 eröffnete Stadtmuseum dokumentiert diese Geschichte. Ein weiteres Wahrzeichen ist der Tanzplan, der als Hausberg die Stadt überragt. Hinterhermsdorf, ein Ortsteil im Kirnitzschtal, wurde für seine Dorffreundlichkeit ausgezeichnet.