Lohsa liegt in der sächsischen Oberlausitz, wo die Kleine Spree durch das Gemeindegebiet fließt. Östlich der Stadt Hoyerswerda und nördlich von Wittichenau erstreckt sich die flächengrößte Gemeinde des Landkreises Bautzen. Zahlreiche Seen des Lausitzer Seenlands, entstanden aus gefluteten Braunkohletagebauen, prägen die Landschaft. Dazu gehören der Dreiweiberner See im Norden, der Silbersee mit dem Mortkasee im Speicherbecken Lohsa I sowie der Bärwalder See nahe der früheren Ortsteile.
Erstmals 1343 als „Lose“ erwähnt, zählt die Lohsaer Kirche zu den ältesten der Region. Über Jahrhunderte wechselten die Besitzer des Gutes, darunter Adelsfamilien wie die von Schreibersdorf und von Loebenstein. Die Familie von Loebenstein prägte das Dorf besonders im 19. Jahrhundert und förderte kulturelle Initiativen. Die Gründung der Stiftung für das sorbische Volk 1991 in der evangelischen Kirche unterstreicht die Bedeutung des Ortes für die sorbische Kultur.
Die Seenlandschaft zieht mit Wanderwegen und Naturerlebnissen Besucher an, darunter der gesperrte Silbersee und der Dreiweiberner See. Jährlich findet hier der KnappenMan-Triathlon statt. Bauwerke wie das Fledermausschloss Weißig und die evangelische Kirche zeugen von der Geschichte. Ein geologischer Lehrpfad am Silbersee erklärt die Entstehung der Landschaft. Die Gemeinde liegt verkehrsgünstig an der Bundesstraße 156 und ist mit der Bahnlinie RB 64 erreichbar.