Loos ist eine französische Stadt im Département Nord, die an der kanalisierten Deûle liegt. Unmittelbar südwestlich grenzt sie an die Großstadt Lille, mit der sie ein geschlossenes Siedlungsbild bildet. Durch den nördlichen Teil der Stadt führt die Autoroute A5.
Die Stadt geht auf ein ehemaliges Zisterzienserkloster aus dem zwölften Jahrhundert zurück, das später in ein Gefängnis umgewandelt wurde. Während des Zweiten Weltkriegs diente es als Durchgangslager für Sinti und Roma, bevor die Gefangenen nach Auschwitz-Birkenau deportiert wurden. Die Razzien wurden von deutschen Behörden organisiert und durchgeführt.
Loos ist bekannt für sein Rathaus mit einem Belfried, der seit 2005 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Weitere Sehenswürdigkeiten sind das ehemalige Kloster und die Kirche Notre-Dame-de-Grâce. Persönlichkeiten wie der Ethnologe Léon de Rosny und der Turner Eugène Cordonnier stammen aus Loos. Seit 1978 besteht eine Städtepartnerschaft mit Geseke in Nordrhein-Westfalen.