Lügde liegt im Weserbergland und wird von der Emmer durchflossen, die im Tal verläuft und weiter östlich in die Weser mündet. Westlich erhebt sich das Eggegebirge, nordwestlich der Teutoburger Wald, während im Osten die Weser fließt. Der Köterberg, mit 496 Metern einer der höchsten Berge der Region, prägt das Stadtgebiet, dessen tiefster Punkt bei 98 Metern liegt. Die Stadt gehört zum Kreis Lippe und ist mit etwa 9080 Einwohnern eine der am dünnsten besiedelten Gemeinden der Region.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 784, als Karl der Große hier sein Weihnachtsfest beging und eine Kirche errichten ließ, die später zur heutigen Kilianskirche wurde. Im Mittelalter entwickelte sich Lügde zu einer befestigten Stadt mit erhaltenem Stadtgrundriss und Mauern. Münzfunde aus dem 12. Jahrhundert deuten auf frühe städtische Strukturen hin. Wirtschaftlich lebte der Ort lange von Handel und Handwerk, bevor sich später auch Industrie ansiedelte.
Besonders bekannt ist Lügde für seine Tradition der Osterräder, wofür die Stadt seit 2012 offiziell den Titel „Stadt der Osterräder“ trägt. Die Kilianskirche und die mittelalterlichen Befestigungsanlagen sind prägende Bauwerke. Die malerische Lage im Weserbergland und die Nähe zu Naturdenkmälern wie dem Köterberg machen den Ort zu einem Anziehungspunkt für Wanderer und Kulturinteressierte.