Lurnfeld liegt im Westen Kärntens, wo die Möll in die Drau mündet und das obere Drautal abschließt. Die Gemeinde erstreckt sich am Rand einer weiten Beckenlandschaft, die von den Bergen der Kreuzeckgruppe und der Reißeckgruppe eingerahmt wird. Der höchste Punkt ist die Kleine Leier mit über 2600 Metern. Der Hauptort Möllbrücke verdankt seine Lage dem Zusammenfluss der beiden Flüsse, während im Westen die Kreuzeckgruppe das Mölltal vom Drautal trennt.
Erstmals taucht der Name des Lurnfelds in römischen Quellen als *vallis Lurna* auf, urkundlich gesichert ist es seit dem späten 9. Jahrhundert. Möllbrücke wurde im 13. Jahrhundert als Brücke über die Möll erwähnt und war später Sitz eines Landgerichts der Grafen von Görz. Pusarnitz spielte eine wichtige Rolle im 15. Jahrhundert, als hier ein Friedensvertrag den Streit zwischen Kaiser Friedrich III. und Graf Johann von Görz beendete. Wirtschaftlich prägte vor allem eine Messingfabrik in Möllbrücke das Geschehen, die über 150 Jahre bestand.
Besonders sehenswert ist die Wallfahrtskirche Maria in Hohenburg, die auf einem sonnigen Hügel über dem Tal thront. Ihre ältesten Teile stammen aus karolingischer Zeit, während der Turm und der Chor im 18. Jahrhundert entstanden. Unterhalb der Kirche liegen die Ruinen der Hohenburg, die einst den Grafen von Lurn gehörte. Ein römischer Meilenstein aus dem Jahr 218 erinnert an die Verbindung zur antiken Stadt Teurnia. Die Gemeinde verbindet Natur mit Geschichte, von den Alpen bis zu den Flüssen, und bewahrt Spuren aus Römerzeit, Mittelalter und Neuzeit.