Lydney liegt im Westen Englands am Ufer des Severn, eingebettet im Waldgebiet Forest of Dean. Die Stadt wird von der A48 umgangen und ist etwa gleich weit von Gloucester und Chepstow entfernt. Im Norden des Ortes mündet der Fluss Lyd in den Severn, während sich im Süden und Westen sanfte Hügel erheben.
Erstmals als *Lideneg* erwähnt, geht der Name vermutlich auf eine alte Bezeichnung für eine Insel oder Flusswiese zurück. Schon in der Eisenzeit gab es hier eine Befestigung, später nutzten die Römer den Ort für den Abbau von Eisenerz. Im 16. Jahrhundert erhielt ein Admiral das Anwesen, dessen Nachfahren es an eine Adelsfamilie verkauften. Der Hafen entstand zu Beginn des 19. Jahrhunderts und trieb Handel mit Holz, Kohle und Eisen an.
Heute prägen die Überreste eines römischen Tempels und die weitläufigen Gärten von Lydney Park das Bild. Der Ort war Schauplatz eines berühmten Kriminalfalls, der die Forensik prägte. Einst wichtiger Umschlagplatz für regionale Rohstoffe, dient der Hafen heute vor allem der Freizeitschifffahrt. Die Eisenbahnlinie verbindet Lydney mit Gloucester und Newport, während der Forest of Dean mit seinen Wäldern und Hügeln die Umgebung bestimmt.