Mâcon liegt an der Saône, etwa sechzig Kilometer nördlich von Lyon, und ist Sitz der Präfektur des Départements Saône-et-Loire. Die Stadt ist von einer hügeligen Landschaft umgeben, die als Mâconnais bekannt ist und sich über das gleichnamige Arrondissement erstreckt.
Gegründet wurde Mâcon im dritten Jahrhundert vor Christus von den Äduern, einem keltischen Stamm, der hier eine Furt nutzte. Die Römer bauten später ein befestigtes Lager, das Castrum Matisconense, und statteten die Stadt mit einer Mauer aus. Im Mittelalter wurde Mâcon zum Bistum erhoben und wechselte mehrfach die Herrschaft, darunter zu den Franken und später zu den Herzögen von Burgund. Die Stadt erlebte Zerstörungen im Hundertjährigen Krieg, wurde aber wieder aufgebaut und erhielt schließlich Stadtrechte bestätigt.
Mâcon prägen historische Bauwerke wie die neue Kathedrale Saint-Vincent und die alte Kirche Saint-Pierre. Ein besonderes Zeugnis ist das Ursulinerinnenkloster, das heute als Museum dient. Die Steinbrücke Pont Saint-Laurent über die Saône stammt aus dem elften Jahrhundert und wurde später zur Verteidigung und zum Hochwasserschutz ausgebaut. Wirtschaftlich lebt die Stadt von Weinbau, insbesondere dem Mâconnais-Weißwein, sowie von Industrie und Tourismus. Berühmte Persönlichkeiten wie der Dichter Alphonse de Lamartine oder der Fußballspieler Antoine Griezmann stammen aus Mâcon.