Maihingen liegt im Nördlinger Ries, einer markanten Landschaft in Schwaben, und gehört zur Planungsregion Augsburg. Die Gemeinde besteht aus fünf Gemeindeteilen, darunter das namensgebende Pfarrdorf Maihingen und Utzwingen. Drei Einöden – Klostermühle, Langenmühle und Lochmühle – sind ebenfalls Teil des Gebiets, das sich in Gemarkungen unterteilt.
Erstmals erwähnt wurde Maihingen im Jahr 1251 und stand lange unter dem Einfluss verschiedener Herrschaften, darunter das Kloster Zimmern und die Grafen von Oettingen. Später gelangte der Ort an die Fürsten von Oettingen-Wallerstein und Oettingen-Spielberg, bevor er 1806 bayerisch wurde. Im Rahmen der Gebietsreform kam 1974 Utzwingen mit Lochmühle hinzu.
Das ehemalige Minoritenkloster prägt das Bild des Ortes und beherbergt heute ein katholisches Evangelisationszentrum. Die Klosterkirche Maria Immaculata mit ihrer barocken Ausstattung und der Baumeisterorgel von 1737 ist ein bedeutendes Bauwerk. Das Museum KulturLand Ries gibt Einblicke in die ländliche Geschichte der Region, während Lehrpfade wie der wasserwirtschaftliche Lehrpfad oder der Flur- und Dorflehrpfad die Natur und Kultur des Rieses erschließen.