Malacky liegt im Westen der Slowakei, etwa 35 Kilometer von Bratislava entfernt, und ist das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Region Záhorie. Die Stadt befindet sich im äußersten Westen des Landes und dient als Hauptort des gleichnamigen Bezirks. Sie ist umgeben von flachem Gelände, das für die Region typisch ist.
Erstmals erwähnt wurde Malacky im Jahr 1231, als das Gebiet in den Besitz der Grafen von Pezinok überging. Die Gegend war lange Zeit von Deutschen besiedelt, doch nach den Türkenkriegen und der Entvölkerung wanderten Slowaken zu. Ein Großbrand zerstörte 1808 den Ort fast vollständig. Später gehörte Malacky zu Ungarn, dann zur Tschechoslowakei und war während des Zweiten Weltkriegs Teil der deutschen Schutzzone in der Slowakei.
Malacky ist geprägt von historischen Bauwerken wie dem Franziskanerkloster mit Wehrmauer und vier Türmen, das im 17. Jahrhundert entstand und später mehrfach umgebaut wurde. Das Pálffy-Schloss, einst im Besitz der gleichnamigen Adelsfamilie, diente lange als Krankenhaus und ist heute in städtischem Besitz. Die maurisch gestaltete Synagoge aus dem 19. Jahrhundert erinnert an die jüdische Geschichte der Stadt. Wirtschaftlich ist Malacky durch ein großes Werk des schwedischen Möbelherstellers IKEA vertreten, während ein Militärflugplatz in der Nähe liegt. Bekannte Persönlichkeiten wie der Fotograf Ludwig Angerer oder der Schauspieler Karol Machata stammen aus Malacky.