Mandelbachtal liegt im Süden des Saarpfalz-Kreises im Saarland, eingebettet im UNESCO-Biosphärenreservat Bliesgau. Rund zehn Kilometer östlich von Saarbrücken gelegen, grenzt die Gemeinde an St. Ingbert und Blieskastel sowie an die französische Moselle. Der namensgebende Mandelbach fließt von Nord nach Süd durch das Gebiet und mündet bei Habkirchen in die Blies. Die Gemeinde besteht aus acht Ortsteilen: Bebelsheim, Bliesmengen-Bolchen, Erfweiler-Ehlingen, Habkirchen, Heckendalheim, Ommersheim, Ormesheim und Wittersheim.
Frühe Spuren einer Besiedlung finden sich aus keltischer Zeit, etwa eine prächtige Schmuckfibel aus Wittersheim. Später prägten die Römer die Region, wie Funde von Mauerresten und Terra-Sigillata-Scherben zeigen. Germanische Stämme zerstörten im 3. Jahrhundert die römische Ordnung, doch neue Siedlungsformen entstanden. Die heutigen Ortsteile mit ihren typischen Namen wie „-heim“ und „-ingen“ gehen auf die Zeit zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert zurück. Nach wechselnden Herrschaften fiel das Gebiet 1816 an Bayern, wurde später Teil des Saargebiets und schließlich 1957 Teil der Bundesrepublik.
Die Gemeinde ist geprägt von einer starken katholischen Tradition, doch auch evangelische Gemeinden sind vertreten. Ormesheim dient als Verwaltungssitz und beherbergt die Kreuzkirche. Die Landschaft mit ihren Kopfweiden, aus denen einst Körbe geflochten wurden, verrät den ländlichen Charakter. Persönlichkeiten wie der ehemalige Finanzminister Stephan Toscani oder der FDP-Staatssekretär Peter Hauptmann haben hier ihren Wohnsitz.