Manilva liegt im Südwesten der Provinz Málaga, eingebettet zwischen dem Alborán-Meer und sanften Hügeln. Die Gemeinde erstreckt sich nahe der Costa del Sol und erreicht etwa 130 Meter Höhe. Gut 35 Kilometer entfernt erhebt sich der Felsen von Gibraltar am Horizont. Das Klima ist mild, mit den meisten Niederschlägen im Winterhalbjahr.
Frühe Spuren einer Besiedlung finden sich auf dem Cerro de Castillo aus der Bronzezeit, später nutzten Phönizier und Römer die Region. Berühmt wurde Manilva durch die Schwefelquellen von Hedionda, in denen sich Julius Caesar einst kurierte. Nach der maurischen Zeit und der Vertreibung der Muslime durch die Katholischen Könige verlor der Ort an Bedeutung, bis Piratenüberfälle im 16. Jahrhundert zur Gründung der heutigen Stadt führten. Erst im späten 18. Jahrhundert wurde Manilva eigenständig.
Die maurische Vergangenheit zeigt sich im Torre de Chullera, einem Wachturm mit strategisch hoch gelegenem Eingang. Das Castillo de la Duquesa, ursprünglich zum Schutz vor Piraten erbaut, beherbergt heute ein archäologisches Museum. Die Kirche Santa Ana vereint Mudéjar-Elemente, während die Iglesia de San Luis trotz ihres traditionellen Aussehens erst kürzlich entstand. Die Gemeinde umfasst auch die Küstenorte San Luis de Sabinillas und La Duquesa, wo römische Funde auf eine lange Geschichte hinweisen.