Manosque liegt in den provenzalischen Alpen am rechten Ufer der Durance, eingebettet zwischen dem Regionalen Naturpark Luberon und dem Verdon. Die Stadt ist Teil der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur und grenzt im Norden an Dauphin, im Osten an Oraison und im Süden an Gréoux-les-Bains. Ihre Altstadt erstreckt sich auf einem Gelände, das bereits in der Antike besiedelt war.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis in die römische Zeit zurück, doch der Name leitet sich vermutlich von einem kelto-ligurischen Wort für „Berg“ ab. Im Mittelalter wurde Manosque von den Sarazenen besetzt, woraufhin die Bewohner in umliegende Dörfer wie Le Château auf dem Mont d’Or flohen. Die Stadt teilte sich später in vier Viertel und entwickelte sich zu einem wichtigen Ort in der Region. Ein dunkles Kapitel ihrer Geschichte war die Einrichtung eines Sammellagers für Ausländer während des Zweiten Weltkriegs.
Heute prägen historische Bauwerke das Bild von Manosque. Die Altstadt mit ihrer birnenförmigen Grundrissform war einst von einer Stadtmauer mit vier Toren umgeben, von denen nur noch wenige Reste erhalten sind. Besonders sehenswert sind die romanische Kirche Notre-Dame de Romigier mit ihrem Renaissanceportal und einer schwarzen Madonna aus dem 11. Jahrhundert sowie die Kirche Saint-Sauveur mit ihrer kunstvollen Kirchturmspitze. Das Wohnhaus des Schriftstellers Jean Giono und das Rathaus erinnern an die kulturelle Bedeutung der Stadt. Ein wirtschaftlicher Schwerpunkt liegt auf dem Kosmetikkonzern L’Occitane en Provence.