Markt Wald liegt in Mittelschwaben, etwa 45 Kilometer östlich von Memmingen, und gehört zum schwäbischen Landkreis Unterallgäu. Die Gemeinde besteht aus mehreren Ortsteilen wie Anhofen, Immelstetten und Oberneufnach, die sich auf einer von sanften Hügeln geprägten Landschaft verteilen. Das Hauptgewässer ist die Zusam, die von Süden nach Norden fließt und bei Donauwörth in die Donau mündet. Weitere Gewässer wie die Neufnach und kleinere Bäche durchziehen das Gebiet, während Seen wie der Schnerzhofer Weiher und der Bürgler Badesee für Erholung sorgen.
Der Ort entstand aus dem historischen „Irmatshofen auf dem Wald“, das seit 1660 zur Herrschaft der Fürsten Fugger-Babenhausen zählte. Der Name „Markt Wald“ setzte sich im frühen 18. Jahrhundert durch, und 1901 wurde er amtlich festgelegt. Nach der Eingliederung benachbarter Dörfer wie Anhofen und Immelstetten im Zuge der Gebietsreform wuchs die Gemeinde zu ihrer heutigen Form zusammen. Wirtschaftlich war der Ort lange von Landwirtschaft und Handwerk geprägt, während heute auch kleine Betriebe des produzierenden Gewerbes ansässig sind.
Markt Wald ist bekannt für seine historischen Bauwerke wie das Fuggerschloss und die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Der Christoph-Scheiner-Turm erinnert an den berühmten Astronomen und Mathematiker, der hier geboren wurde. Die Umgebung mit der Zusamquelle und den Seen bietet Naturerlebnisse, während der Bahnhof an der Bahnstrecke Gessertshausen–Türkheim den Anschluss an das regionale Verkehrsnetz sichert. Persönlichkeiten wie die Schriftstellerin Paula Banholzer, die mit Bertolt Brecht verbunden war, stammen ebenfalls aus dieser Gegend.