Měděnec liegt im Ústecký kraj in Westböhmen, eingebettet im mittleren Erzgebirge. Die Gemeinde befindet sich auf einem Sattel am südlichen Abhang des 910 Meter hohen Mědník, auch Kupferhübel genannt, wo einst Bergbau betrieben wurde. Sechs Kilometer nordwestlich liegt Klášterec nad Ohří, während Nachbarorte wie Mezilesí, Kotlina oder Kamenné das Bild prägen. An der Bahnstrecke Křimov–Vejprty gibt es Haltestellen, die den Ort mit der Region verbinden.
Die Geschichte des Ortes ist eng mit dem Bergbau verknüpft, der vermutlich seit dem 10. Jahrhundert betrieben wurde. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1449, doch erst im 16. Jahrhundert erlebte er eine Blütezeit, als Silber und Kupfer gefördert wurden. 1588 erhielt Měděnec den Status einer Bergstadt und konnte sich später sogar als königlich freie Bergstadt bezeichnen. Kriege und Brände setzten dem Ort zu, doch der Bergbau blieb bis ins 20. Jahrhundert ein prägender Faktor.
Heute zieht der Ort Besucher mit seinen historischen Bergwerken an, darunter das Besucherbergwerk Mariahilfstolln und das Gelobte Land Stolln am Kupferhübel. Die barocke Kapelle auf dem Mědník und die Kirche Mariä Geburt sind weitere Sehenswürdigkeiten. Persönlichkeiten wie der Mundartdichter Reinhold Illing stammen von hier. Die umliegenden Felsformationen wie die Sphinx runden das Bild einer malerischen Landschaft ab.