Mengerskirchen liegt im Westerwald und wird von mehreren Gemeinden umgeben: im Norden von Greifenstein, im Osten von Löhnberg, im Süden von Merenberg und Waldbrunn sowie im Westen von Neunkirchen, Elsoff und Oberrod. Die Gemeinde setzt sich aus fünf Ortsteilen zusammen, die als Ortsbezirke geführt werden.
Erstmals erwähnt wurde Mengerskirchen im Jahr 1279 in einer Urkunde des Chorherrenstifts St. Lubentius in Dietkirchen. Winkels ist noch älter und wurde bereits 1243 erstmals schriftlich festgehalten. Als oppidum, also als befestigter Ort, wird Mengerskirchen 1307 bezeichnet, doch die Stadtrechte erhielt es erst 1321. Die Burg Mengerskirchen entstand vermutlich um 1313 und diente lange als Sitz eines Amtes, das bis 1816 bestand. Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor war die Zollstätte an der Kreuzung zweier Handelsstraßen, die bis ins 19. Jahrhundert Bedeutung hatte.
Die Gemeinde prägt eine lange Tradition, die sich in Bauwerken wie der Burg und dem Schloss widerspiegelt. Ein besonderes Ereignis ist der Jahrmarkt, der seit 1481 am 14. September abgehalten wird und mit einer Wallfahrt verbunden war. Die fünf Ortsteile bilden heute eine lebendige Gemeinschaft, die ihre Geschichte in Ortsbezirken bewahrt.