Merate liegt in einer hügeligen Voralpenlandschaft der Lombardei, etwa 300 Meter über dem Meeresspiegel. Die Gemeinde gehört zur Provinz Lecco und ist Teil der Brianza, einer dicht besiedelten Region mit über tausend Einwohnern pro Quadratkilometer. Im Norden grenzt sie an Orte wie Calco und Cernusco Lombardone, während Olgiate Molgora und Osnago die südlichen Nachbarn bilden.
Die erste schriftliche Erwähnung Merates stammt aus dem Jahr 926, doch möglicherweise bestand hier bereits in römischer Zeit eine Siedlung. Damals führte die wichtige Römerstraße Via Spluga durch das Gebiet, die Mailand mit dem Splügenpass verband. Im Mittelalter wurde Merate von Konflikten zwischen den Mailänder Familien Torriani und Visconti geprägt, die auch die örtliche Burg beschädigten. Später erholte sich der Ort und entwickelte sich zu einem wirtschaftlichen Zentrum der Region.
Heute prägen historische Bauwerke wie die Pfarrkirche Sant’Ambrogio und der Palazzo Prinetti das Bild der Stadt. Jedes Jahr wird am 7. Dezember das Patronatsfest des Heiligen Ambrosius gefeiert. In Merate befindet sich zudem eine bedeutende astronomische Forschungseinrichtung, das Osservatorio Astronomico di Brera, ausgestattet mit einem historischen Zeiss-Teleskop. Die Stadt pflegt Partnerschaften mit Gemeinden in Frankreich und Deutschland und brachte Persönlichkeiten wie den Kurienkardinal Gianfranco Ravasi hervor.