Middlesbrough liegt im Nordosten Englands am Südufer des Tees, kurz vor dessen Mündung in die Nordsee. Die Stadt ist Teil der industriell geprägten Region Teesside und gehört verwaltungstechnisch zu North Yorkshire, obwohl sie selbstständig verwaltet wird. Das Klima ist trockener als in vielen anderen britischen Gebieten, da die Penninen und der Lake District atlantische Tiefdruckgebiete abschwächen.
Die Geschichte der Stadt reicht bis ins Jahr 686 zurück, als an dieser Stelle ein Kloster gegründet wurde. Im frühen 19. Jahrhundert war Middlesbrough noch ein kleines Dorf mit wenigen Einwohnern, doch durch die Ansiedlung von Quäkern und den Bau der Stockton and Darlington Railway entwickelte es sich zu einem wichtigen Umschlagplatz für Kohle. Die Entdeckung von Eisenvorkommen in der Nähe und der Aufbau der Stahlindustrie prägten die Stadt, die bald den Beinamen „Ironopolis“ erhielt. Auch die Schwebefähre und mehrere Schiffswerften zeugen von dieser industriellen Blütezeit.
Heute besticht Middlesbrough durch eine Mischung aus historischen Bauwerken und moderner Kunst. Im Stadtteil Acklam steht die Acklam Hall, das älteste erhaltene Gebäude der Stadt, während das Rathaus und das Middlesbrough Institute of Modern Art zu den markanten Bauwerken zählen. Die Stadt pflegt Städtepartnerschaften mit Dünkirchen, Masvingo und Oberhausen und ist bekannt für ihr kulinarisches Gericht „Parmo“, ein paniertes Schnitzel mit Käseüberzug.