Modřice liegt am südlichen Rand von Brünn, wo die Svratka und die Svitava zusammenfließen. Die Stadt ist umgeben von sanften Hügeln, durch die sich weitere Bäche wie die Bobrava schlängeln. Im Norden grenzt sie an Brünner Stadtteile, während im Süden Weinberge und Felder beginnen. Die Verkehrsanbindung ist günstig, da die Schnellstraße nach Rajhrad direkt am Ort vorbeiführt und eine Straßenbahnlinie die Verbindung nach Brünn herstellt.
Erstmals erwähnt wurde Modřice im Jahr 1131, als es als bischöfliches Gut genannt wurde. Im Mittelalter entstand hier eine Burg, eine Kirche und ein Markt, der später sogar das Recht zum Brauen und zur Weinherstellung erhielt. Über Jahrhunderte prägten Landwirtschaft, Handwerk und später Industrie das Leben – von der Zuckerfabrik bis zur bekannten Sauerkrautherstellung. Nach dem Zweiten Weltkrieg veränderte sich die Bevölkerungsstruktur durch die Vertreibung der deutschsprachigen Bewohner grundlegend.
Heute ist Modřice vor allem für seine barocke Kirche St. Gotthard bekannt, die auf eine lange Geschichte zurückblickt. Die Stadt brachte bedeutende Persönlichkeiten hervor, darunter den Astronomen Christian Mayer und den Lyriker Johann Gunert. In der Umgebung laden Weinberge und die Nähe zu Brünn zu Ausflügen ein.